Latein – Wirklich eine „tote“ Sprache?

Warum sind Fußballstadien rund? Hatten die Römer eigentlich auch Spaßbäder? Woher stammen Harry Potters Zaubersprüche? Wie wird man eigentlich ein Held? Und warum wählen wir einen Bundeskanzler? Latein eine „tote Sprache“? Nicht ganz! Denn solche und ähnliche Fragen des täglichen Lebens stellen wir im Lateinunterricht und versuchen sie im – Zwiegespräch mit den Texten der Römer – zu beantworten. Wir denken darüber nach, warum unsere Welt so ist, wie sie ist, ob dies gut ist oder ob es im Vergleich mit der Zeit der Römer vor 2000 Jahren auch Alternativen gibt: „Historische Kommunikation“, so nennen es die Richtlinien.

Dabei steht natürlich der Spracherwerb in den Stufen 7-10 im Vordergrund: Grammatik, Vokabeln und Übersetzen sind das Tagesgeschäft, das die Schülerinnen und Schüler behutsam in altersgemäßen Arbeitsschritten und mit moderner Fachdidaktik und -methodik in die lateinische Sprache einführt; Unterrichtssprache ist dabei Deutsch. Und ganz nebenbei fällt für andere Fächer auch ein Lerngewinn ab: Intensive Durchdringung des grammatischen Systems der deutschen Sprache und auch der modernen Fremdsprachen, Erweiterung des eigenen Wortschatzes im Deutschen, historische, philosophische, geistesgeschichtliche Kenntnisse – kurzum: Latein ist der Zugang zu einem guten Stück Universalwissen im besten Sinne! Darüber hinaus fördert die Beschäftigung mit der lateinischen Sprache logisches Denken, strukturiertes Arbeiten und nicht zuletzt die Konzentrationsfähigkeit!

Der Einstieg in das Erlernen der lateinischen Sprache ist am Augustinianum in der Jahrgangsstufe 7 möglich. Am Ende der Klasse 10 erwerben die Schüler*innen – bei ausreichenden Leistungen und ohne gesonderte Prüfung – das „Kleine Latinum“ und am Ende des Jahrgangs 11 (EF) das „Latinum“.  Dies sind zwei international anerkannte Zertifikate, die für viele Studiengänge hilfreich sind und eventuell von Universitäten geforderte Lateinkenntnisse belegen, sodass ggf. eine Studienzeitverlängerung vermieden werden kann. Besonders sprachbegabten und leistungsstarken Schülerinnen und Schülern bieten wir die Möglichkeit an, ab der Jahrgangsstufe 7 Französisch oder Spanisch und Latein gleichzeitig zu lernen – im sogenannten „Drehtürmodell“. In der Qualifikationsphase können die Schüler*innen ihre Lateinkenntnisse in einem sogenannten „fortgeführten Grundkurs“ vertiefen und dadurch auch Pflichtbindungen hinsichtlich ihrer Abiturprofilbildung abdecken sowie ihre Leistungen in die Punkterechnung des Abiturs einbringen.

Auch hautnah lernen die Schüler*innen am Augustinianum das Leben der Römer und ihre Spuren in unserer Zeit kennen: auf der traditionellen Tagesexkursion der Lateinkurse in der Jahrgangsstufe 7 nach Xanten sowie der 3-tägigen Fahrt nach Trier, das „Rom des Nordens“, in der Jahrgangsstufe 11.

Lehrpläne und Leistungsbewertung

Lehrpläne Sekundarstufe 1
Lehrpläne Sekundarstufe 2
Grundlagen der Leistungsbewertung